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wo kann man sich (kurz) über die Problematik usw. einlesen?
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oui
n00b
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Joined: 30 Mar 2010
Posts: 8

PostPosted: Sat Sep 14, 2019 8:49 pm    Post subject: wo kann man sich (kurz) über die Problematik usw. einlesen? Reply with quote

wo kann man sich (kurz) über die Problematik einlesen, Linux aus den Quellen zu installieren?

mehrere Wege sind mir (nur namentlich) bekannt:
- gentoo und derivate
- linuxfromscratch und derivate
- dragora-GNU-linux
- slitaz
- puppy linux from scratch
und ich glaube, dass auch arch linux und derivate grenzwerttig sowas anbieten,

ohne polemisch zu werden, wie kann die Bewertung der (vielleicht unterschiedlichen) Wege bewerten?

Damit zusammenhängend gibt es auch die Frage der erf. / wünschenswerten Vorkenntnisse. Was kompilieren ist, habe ich zwei Mal erlebt, indem ich mit NuTyx (LFS-Derivat) eine startfähige Linux-Basis OHNE X window system nach der alten Anweisung von Nutyx von den Nutyx depots ge-built (wie sagt man das auf Deutsch? Ich bin Doppelstaatler aber Bildungsausländer frz. Muttersprache) habe.

Also Kompilieren ist klar. Das war vor der Zeit der Einführung einer NuTyx-eigenen Pakettverwaltung und vor dem Anschluss von NuTyx zu git.

Was ist nicht kenne und daher nicht nachvollziehen kann, sind die Begriffe "rsync", "mercurial" und "git" im Zusammenhang mit dem "Builden" einer selbstkompilierten Version der Installation. Was ist besser und warum? Was ist / wäre anspruchsloser, was die Menge der Vorkenntnisse und Vorerfahrungen anbelangt und warum (damals, als NuTyx das noch nicht hatte, gab es 4 relativ kurze Anweisungsseiten mit nahezu fertigen "CODE"-Anweisungen, und markieren im Browser und klicken auf dem Rädchen der Maus reichte aus, um schnell voranzukommen! rsync wurde benutzt, kann ich mich erinnern, aber ohne zu erklären wieso, warum und was es tut...). Sogar das leichte kompilieren vom Kernel war auch so in einem Dialog eingebunden, das nicht allzu lang dauerte, um am Schluss war der Kernel wirklich da und funktionsfähig, erstaunlich aber schön!

Wie kommt man an einer «Just-X»-Version am einfachsten und schnellsten aus den Quellen?
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pietinger
Guru
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Joined: 17 Oct 2006
Posts: 312
Location: Bavaria

PostPosted: Sat Sep 14, 2019 9:39 pm    Post subject: Reply with quote

Vorab: Welche Linux-Kenntnisse hast Du auf der Komandozeile ?

Denn eine Installation von Linux aus den Quellen ohne den Service einer Distribution ist in jedem Fall etwas umfangreicher (Beispiel: Kernel selbst konfigurieren und compilieren) - und zwar für beides: Erst-Installation und laufende Aktualisierung.

Am aufwendigsten dürfte LFS sein, da Du hier alles selbst erledigen musst.

Gentoo nimmt Dir einen Großteil der (eintönigen) Arbeit ab, wie z.B. suchen wo die Sourcen sind, downloaden, auspacken, konfigurieren, compilieren und installieren.

Sieh Dir am besten als erstes mal die Installations-Anleitung von Gentoo an, damit Du siehst was auf Dich zukommt (https://wiki.gentoo.org/wiki/Handbook:AMD64/de). Wenn Dir das bereits zu kryptisch ist, solltest Du in jeden Fall die Finger von LFS lassen.

"git" und "mercurial" sind Versionskontrollsysteme (git ist von Linus Torvalds). Mit "rsync" syncronisiertst Du Verzeichnisse oder ganze Datenträger. Dies kannst Du aber auch leicht googeln - meist sind Einträge von Wikipedia ganz oben ...

oui wrote:
Wie kommt man an einer «Just-X»-Version am einfachsten und schnellsten aus den Quellen?


Warum willst Du denn überhaupt ein Sourcen-basiertes Linux ? Ich frage, weil die Konfiguration der verschiedenen Dienste musst Du in jedem Fall selbst vornehmen, und dies ist auch der Teil, der am meisten Wissen benötigt. Kann man sich alles einlesen - aber das dauert halt.
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oui
n00b
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Joined: 30 Mar 2010
Posts: 8

PostPosted: Sun Sep 15, 2019 8:31 pm    Post subject: Reply with quote

Hallo, Pietinger, Danke sehr für diese Antwort.

Mein Ziel wäre, nur das zu installieren, was ich benutze, und zwar immer nur ein Mal mit Ausnahme der Webbrowsern (warum? Weil sie auf sehr unterschiedliche Website / Webseiten reagieren müssen, und sie das sehr ungleichmässig schaffen, also braucht man mehrere Browsern! Den Spiegel schaue in Xombrero, die Süddeutsche auch an. Le Figaro in einem Mozilla oder Luakit, usw. Manche Sachen lese ich nur noch in Links2 an, weil man da a/ von der übermässigen Werbung nichts abkriegt, und b/ weil man komplette Webseiten MIT Abbildungen als ein einziges Dokument ohne Zusatzordner abspeichern kann. Youtube und Skype auch spielen für mich eine Rolle, sowie gramps (Genealogie-Anwendung) und merkaartor (Kartographieprogramm urspr. belgisch, da der Professor Mercator im Grunde genommen ein Belgier gewesen ist, obwohl er in Duisburg berühmt wurde).

Auch Wine ist wichtig, wobei ich nur begrenzte Fähigkeiten davon bräuchte (ich habe beisp. ein für mich wichtiges ambulantes Blutdruckmessgerät, deren Auswertung Windows mit USB-Anschluß -(das ist das Problem)- bräuchte; auch wäre es toll ViaVoice in Linux zum Laufen zu bringen, da Linux in der Richtung ein vernichtendes Armutszeugnis abgibt. Als ich meine letzte Windows-Installation gelöscht habe, war ich nämlich noch gesund -(dachte ich zumindest)-. Jahre später bin ich heute krank und vermisse diese Fähigkeiten von Windows ganz klar. Auch habe ich Kleinkinder unter meinen Enkeln und brauche ein gutes Musiknotenschrift-Editor, Scratch2, die hochwertige Kinder-Programmiersprache, und etwas wie Granule, ein virtuelles Karteikasten-Lernprogramm).

Wenn ich das alles installiere, habe ich manchmal sogar bis 5 oder 6 Webkit-Installationen dabei, die einen mit GTK, die anderen mit QT! Und das finde ich aber wirklich total verrückt!

Ich kann mich an einem Artikel vage erinnern, ich glaube es war vor vielleicht 5..10 Jahren, aus der Zeitschrift oder dem Website von LinuxUser, wo erklärt worden war, dass man in der Gentoo-Gemeinschaft einen Weg gefunden hat, alles so zu kompilieren, dass man nur Gnome-basiert oder Qt-basiert oder Webkit4-basiert installiert.

Das ist was ich anstrebe!
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pietinger
Guru
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Joined: 17 Oct 2006
Posts: 312
Location: Bavaria

PostPosted: Sun Sep 15, 2019 10:05 pm    Post subject: Reply with quote

Hallo oui,

oui wrote:
Das ist was ich anstrebe!


Dann leg los ! Gentoo ist die beste Meta-Distribution die es gibt (imho).

Vielleicht solltest Du vorher aber prüfen, ob Dein Prg. für Dein Blutdruck-Messgerät überhaupt unter Wine läuft. Das einfachste dürfte sein: Installiere erstmal ein beliebiges "fertiges" Linux und prüfe, ob Linux alle Deine Wünsche erfüllen kann. Wenn ja, kannst Du immer noch auf Gentoo wechseln. Wenn nein, dann solltest Du vlt. wieder Windows installieren.
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oui
n00b
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Joined: 30 Mar 2010
Posts: 8

PostPosted: Mon Sep 16, 2019 6:31 am    Post subject: Reply with quote

pietinger wrote:
Hallo oui,

Dann leg los ! Gentoo ist die beste Meta-Distribution die es gibt (imho).

Vielleicht solltest Du vorher aber prüfen, ob Dein Prg. für Dein Blutdruck-Messgerät überhaupt unter Wine läuft. Das einfachste dürfte sein: Installiere erstmal ein beliebiges "fertiges" Linux und prüfe, ob Linux alle Deine Wünsche erfüllen kann. Wenn ja, kannst Du immer noch auf Gentoo wechseln. Wenn nein, dann solltest Du vlt. wieder Windows installieren.


Nein, bislang nicht, und das ist überhaupt das wichtigste Problem, auch ViaVoice (ist installiert, startet, aber PulseAudio erkennt ViaVoice in Wine nicht als Standard-Input -(als Output, erkennt PulseAudio Wine/das Programm wohl!)-).

Beim Blutdruckmessgerät ist es anders: Es wird am USB angeschlossen. Das Blutdruckmessgerät ergreift dann die Initiative und schickt an das Windows-Programm eine Meldung «ich habe mehrere Hundertdatensätze für Dich, bist Du bereit?» und das klappt nicht: Wine stellt sich da stur und antwortet nicht!

Es gibt im Grunde genommen keinen Grund, warum es zuerst besser in gentoo als in Deepin (Deepin ist sehr Windows-nah ausgerüstet! Zwar alles von Debian, aber optimiert, dass Windows-Kompatilität hoch sein soll!) gehen sollte

Der etwaige Vorteil kann nur entweder Zufallsprodukt, oder Ergebnis einer grösseren Hilfe der Gemeinschaft der Distro sein (Deepin ist zuerst Chinesisch. Man kann sich nicht mit vielen Anhängern verständigen!). Ich befürchte aber, dass das einfach in Wine (noch) nicht geht (es gäbe einen anderen Weg: Testen ob ReactOS es schafft, da Wine und ReactOS gemeinschaftlich entwickelt werden. Wenn ReactOS es schafft, sind die Chancen in Linux, vielleicht, besser!)
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ChrisJumper
Advocate
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Joined: 12 Mar 2005
Posts: 2284
Location: Germany

PostPosted: Wed Sep 18, 2019 9:28 pm    Post subject: Reply with quote

Quote:
Was ist nicht kenne und daher nicht nachvollziehen kann, sind die Begriffe "rsync", "mercurial" und "git" im Zusammenhang mit dem "Builden" einer selbstkompilierten Version der Installation. Was ist besser und warum? Was ist / wäre anspruchsloser, was die Menge der Vorkenntnisse und Vorerfahrungen anbelangt und warum (damals, als NuTyx das noch nicht hatte, gab es 4 relativ kurze Anweisungsseiten mit nahezu fertigen "CODE"-Anweisungen, und markieren im Browser und klicken auf dem Rädchen der Maus reichte aus, um schnell voranzukommen! rsync wurde benutzt, kann ich mich erinnern, aber ohne zu erklären wieso, warum und was es tut...). Sogar das leichte kompilieren vom Kernel war auch so in einem Dialog eingebunden, das nicht allzu lang dauerte, um am Schluss war der Kernel wirklich da und funktionsfähig, erstaunlich aber schön!


-rsync

Du kannst mit dem Befehl
Code:
$ man rsync
ein Handbuch öffnen. Das dir dann die Funktionsweise des Programms erklärt und welche Eingabeparameter wichtig sind. Im Grunde kann man das auch per Suchmaschine im Netz suchen, aber 1. hinterlässt man dann die Info bei der Suchmaschine das du diesen Begriff nicht kennst, zweitens gibt es zwar oft bessere Internetseiten die es gut erklären oder Probleme und Howtows bieten, aber sehr oft auch viel Müll welcher Zeit verschwendet.

Ich empfehle dir ganz klar die Wikis. Die haben auch zu vielen gängigen Programmen ein gutes Howto wiki.gentoo.org oder wiki.archlinux.org und auf die Suche verzichten und direkt in diesen Nachschlagewerken zu suchen.

Kurz rsync, steht für Remote Synchronisation. Es ist ein Programm mit dem du Dateien von einem entfernten System kopieren kannst und Synchron halten.

Die Begriffe Pull und Push, kommen von der Stapelverarbeitung (Stack Management) in Programmiersprachen, wie bei einer Feder muss man zum Hinzufügen etwas nach unten drücken, oder wenn man Informationen davon holt, sie herunter ziehen.

Mercurial und git, sind halt sehr oft Ordnungsstrukturen für Programme die das Verwalten von Sourcecode auf unterschiedlichen Systemen vereinfachen.

Als Programmierer der selber verschiedene lokale Versionen verwaltet ist das oft Komplexer. Beim Kompilieren holt man den (aktuellen) Sourcecode halt von diesen Systemen. Sehr oft braucht man dafür halt dann entweder git oder mercurial, um sich Lokal eine Kopie von den Dateien hin zulegen. Wenn sich dann Änderungen ergeben haben, zwischen neueren Versionen und deinem Ordner auf der Festplatte, kümmern sich diese Programme darum die Unterschiede zu verwalten und oder in verschiedenen Versionen, für dich bequem abzulegen.

Bei Git kannst du zum Beispiel ein neuen Zweig anlegen, so das die ältere Version Verfügbar bleibt und du im Zweifel zurück springen kannst.

Wenn du selber Code schreibst und verwaltest, lohnt sich der Nachmittag mal ein paar gute Einführungen mit git zu machen und sich da ein zu arbeiten. Rsync lohnt sich, ist aber eher etwas das man sich mal anliest wenn man ein Script einrichten möchte das Kopien automatisch erstellt und dann vielleicht optimiert wenn etwas nicht so klappt wie man es wollte. Ist halt wie ssh. Man benutzt sie täglich, und alle paar Jahre lohnt es sich mal, sich damit neu zu befassen um zu verstehen was man noch besser machen kann.

Willkommen bei Gentoo!

Denk immer daran, Fehler zu machen ist elementar für den Erkenntnisgewinn und es ist dann auch immer gut wenn man von wichtigen Daten ein Backup hat. :)

Bei den Windows-Programmen, ich hab Wine oft für Spiele verwendet. Ich würde denen nichts wichtiges anvertrauen. Gerade aktuell, wäre es besser du hast für Medizinische Daten, die ich als schützenswert sehe, einen offline, dedizierten Windows Rechner oder eine ganze VM. Manchmal weiß man vorher nicht was weniger Aufwand ist. Ob es das Betreiben einer Offline-Windowsmaschine, oder einer VM ist. Alle drei Fälle haben ihre Vor- und Nachteile. Bei der Verwendung von Wine, kann es halt sein das das Programm immer sagt "Ja alles gut" und in Wirklichkeit fehlt etwas wichtiges. Generell würde ich versuchen ein Blutdruckmessgerät zu kaufen das auch unter Linux läuft. Ja ich weiß das ist schwierig. Aber Vielleicht gibt es auch eines das die Daten einfach auf einen USB-Stick schreibt oder ähnliches. Sehr oft sind solche Geräte sehr einfach zu verstehen und man kann sich damit auch anderweitig arrangieren. Ist halt wie mit den Treiber für Hardware, es ist oft einfacher Hardware zu kaufen die unter Linux gut unterstützt wird, als einen Treiber zu finden oder zu programmieren für das eine Gerät.

P.s.: Wegen der Spracherkennung, ich würde bevor ich eine 22 Jahre alte IBM Entwicklung einsetze. Zum Beispiel eher versuch mich in http://sirius.clarity-lab.org/downloads/ Sirius einzulesen. Es muss da unter Linux eine bessere Möglichkeit geben. Alternativ und mit unendlich viel Zeit, würde ich zum Spielen mit Neuronalen Netzen raten und versuchen eine eigene Software zu Trainieren. Aber zu aktuellen Papers von Universitäten zu greifen (wenn man gut Englisch kann), ist meistens der bessere Weg. Sirius ist leider nicht nativ irgendwie unter Linux als Paket verfügbar ich hab nur auf die Schnelle geschaut, vielleicht gibt es aber auch ein Overlay.
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